EVENT-ARCHIV 2023–2024:
Flamenco-Aufführung & spanische Fiesta

AZÚCAR Y CANELA – Flamenco-Aufführung
… Fiesta de invierno im Tanzstudio La Fragua 2024

Kurz vor Weihnachten 2024 stand im Tanzstudio La Fragua wieder eine Fiesta de invierno mit Flamenco an. Höhepunkt des Abends: die Auf­führung des neuen Stücks AZÚCAR Y CANELA.

Titelfoto zur Flamenco-Aufführung „AZÚCAR Y CANELA“ 2024 mit der Flamencotänzerin Rosa Martínez im Tanzstudio La Fragua in Bonn / Color-Foto: © Boris de Bonn
Titelfoto zu AZÚCAR Y CANELA in La Fragua … zoombar

Termin: 21.12.2024

Wer in der alljährlichen Vorweih­nachtszeit eine Alternative zum Feiern auf deutschen Weihnachts­märkte suchte, wen zudem ins­besondere die einzigartige Fla­menco-Kunst fasziniert und sich von dieser statt von Glühwein wärmen lassen wollte, der war bei der spanische Fiesta de invierno im Bonner Tanzstudio La Fragua bestens aufgehoben. Denn das seit Jahren kurz vor Weihnachten angesetzte spanische Winterfest bot seinen Besuchern neben aus­gelassener Stimmung, viel Feier­laune und Wohlfühlambiente als Höhepunkt des Abends wieder einmal eine neue Flamenco-Aufführung mit dem Namen AZÚCAR Y CANELA.

Die rund einstündige Aufführung, die bereits zwei Wochen zuvor ausver­kauft war, zog die Zuschauer von Anfang bis Ende in ihren Bann und veranlasste diese immer wieder zu Applaus-Einlagen.

AZÚCAR Y CANELA, zu Deutsch Zucker und Zimt, ist die neueste Kreation der spanischen Flamenco-Tänzerin und Choreografin Rosa Martinez. Wie die beiden angesprochenen Gewürze, die in richtiger Dosierung ein Ge­nuss für die Sinne und in ausgewogener Kombination ein feines, herb-süßliches wie orientalisch angehauchtes Geschmacksbild ergeben kön­nen, wurde die Tanzaufführung AZÚCAR Y CANELA eine süßlich feine, aromatisch warme und in sich stimmige Flamenco-Inszenierung mit orientalischen Einflüßen sowie einem dazu passen­den Bühnenbid.

Das Bühnenprogramm, künstlerisch geleitet von Rosa Martinez, wurde vorrangig von vielen ihrer hochmotivierten Schüler*innen gestaltet. Für die orientalische Würze sorgte eine ausgewogene Integration drei ver­schiedener orientalischer Tänze, choreografiert und auf die Bühne ge­bracht von der Gast-Tänzerin Nevena Dobler, Expertin für orienta­lischen Bauchtanz, sowie ihrem bis zu zehn Tänzerinnen umfassenden Ensemble.

Die Tanzaufführung durchlief drei Szenen unterschiedlicher Länge mit unterschiedlichen Formationen. Die erste Szene „Feria“ eröffnete Rosa Martinez, indem sie ein Holzfass in das erste Drittel der länglich ange­ordenten Bühne schob und kurz darauf zehn Tänzerinnen diese von zwei Seiten betraten, um eine klassische, stimmungs­volle Sevillanas aufzu­führen. Danach folgte eine Rumba und Sevillanas, jeweils eindrucksvoll wie unbefangen interpretiert durch die jüngsten Tänzerinnen von La Fragua, sodann ein orientalischer Tanz, gefolgt von zwei stilgerechte Tänzen por Bulerías und zwei ebenso stilgerechten Tangos-Interpre­tationen, die das Publikum jeweils mit Applaus belohnten.

Die zweite Szene „Plaza“ eröffnete ein farbenfroher, bilderreicher orien­talischer Tanz mit langen Fächertüchern. Danach zeigten Flamenco-Tänzerinnen mit schon längerer Bühnenerfahrung, gepaart mit viel Ausdruck und Leidenschaft, drei sehr anspruchsvolle Tanzinterpreta­tionen, beeinflusst von klassisch spani­scher Musik, gespickt mit viel Fußarbeit, vielfältigen Schrittkombinationen und Positionswechseln. Wie schon zuvor, gab es hierfür reichlich Applaus.

Die dritte Szene „Tablao“ begann erneut mit einem orientalischen Tanz, diesmal mit modernen Elementen. Dann folgten die Flamencotänze por Alegrías, Guajira mit Fä­cher und zwei Tangos. Der zweite, die dritte Szene beendende Tango, ein sogn. Tango de Triana, ließ die Stimmung beim Publikum endgültig hochkochen. Zum krönenden Abschluss gab es noch einen Rumba-Mix, bei dem sich alle an der Aufführung betei­ligten Flamenco-Tänzer*innen jeweils einzeln mit einer ganz kurzen Tanzeinlage von den Zuschauern verabschiedeten. Auch das En­semble der orienta­lischen Tänze trat nochmals auf die Bühne und wurde eben­so mit viel Applaus bedacht.
Am Ende bedankte sich Rosa Martinez und die Gast-Tänzerin Nevena Dobler gemeinsam beim Publikum mit einer improvisierten, ganz kurzen Rumbita, für die es erneut Beifall gab.

Die Zuschauerreaktionen während und nach der Aufführung sowie Äußerungen einiger Besucher wie beispielsweise „es gibt keine Kritik“, „von Anfang bis En­de eine wunderbare Vorstellung“ oder „was für eine schöne Aufführung“, legen den Schluss nahe, dass AZÚCAR Y CANELA ein voller Erfolg für alle Beteilgten war.

Nach der Aufführung blieben noch einige Besucher, um den Abend ge­meinsam mit vielen der Beteiligten eine Weile weiter zu genießen und in vergnügter, fröh­licher Runde sich auch über die gerade miterlebte Aufführung auszutauschen.

Rosa Martinez bedankt sich an dieser Stellen nochmals beim Publikum für den Eventbesuch, für die positive Resonanz sowie bei allen beteiligten La Fragua-Schüler*innen für das gezeigte große Engagement bei den Proben und bei der Aufführung von AZÚCAR Y CANELA.

nach oben

A MI MANERA – Flamenco-Konzert mit Rosa Martinez
Cía. Alma Flamenca, Königswinter 2024

Die Cía. Alma Flamenca präsentierte zum Abschluss der dies­jährigen Kachelsteiner Kulturtage in Königswinter in einem Live‑Konzert das Flamenco-Bühnenstück A MI MANERA.

Termin: 29.06.2024

Mit minutenlangen stehenden Ovationen und zwei Zugaben endete das Flamenco-Live-Konzert der Cía. Alma Flamenca. Diese führte zum Abschluss der diesjährigen Kachelsteiner Kulturtage das Bühnenstück A MI MANERA, zu Deutsch: „Auf meine Weise“, im einzigartigen Ambiente der Zehntscheune des ehemaligen Klosters Heisterbach in Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis) auf.

An diesem Flamenco-Abend brachte das vierköpfige Ensemble, unter der künstlerischen Leitung der spanischen Flamenco-Tänzerin und Choreografin Rosa Martinez, mit facettenreichem, feurigem Flamenco-Tanz, tiefgehendem Gesang und virtuosem Gitarrenspiel ein Stück der vielseits beliebten, traditionsreichen spanischen Kultur sowie Lebens­freude nach Königswinter. Das Flamenco-Ensemble gestaltete das Konzert – angesetzt mit einer Gesamt­spielzeit von rund 90 Minuten – in zwei Abschnitten mit unterschiedlichsten Flamenco-Palos wie u. a. Tangos, Guajíras, Soleá por Bulerías, Taranto, Tango de Málaga und Alegrías. Es kreierte so für die Zuschauer einen spannenden Einblick in ein von der UNESCO in 2010 anerkanntes Kulturerbe der Menschheit.

Gemäß der Zuschauerresonanz während des Konzerts und dem durchweg positivem Feedback von zahlreichen Besuchern, die un­mittelbar nach dem Konzert das Gespräch mit den Künstlern suchten, war A MI MANERA ein gänzlicher Triumph, eine eindrucksvolle Leistung der Künstler und für das Publikum ein tolles, großartiges Erlebnis mit der Flamencokunst.

Die Cía. Alma Flamenca trat in folgender Formation auf die Bühne:

•  Rosa Martinez (Tanz)  •  Lidia Menéndez (Gesang)
•  Miguel Sotelo  &  Franco Carmine (Gitarre)

Nachfolgend noch für besonders interessierte Leser die Vita der beim Flamenco-Live-Konzert A MI MANERA beteilgten Flamenco-Künstler:

Spanische Flamenco-Tänzerin (Bailaora) Rosa Martinez / Color-Foto by Boris de Bonn
Bailaora Rosa Martinez … zoombar

Rosa Martinez,
spanische Flamenco-Tänzerin und Choreografin, durchlief ihre profunde Tanzausbildung in renommierten spanischen Tanzschulen in Sevilla, Madrid und Alicante.
Sie beginnt klassisch ihre tänzerische Ausbildung mit dem Baile español und ist auch im Baile folc­lórico de Galicia, kurz Baile gallego, ausgebildet.
Zahlreiche Bühnenauftritte, eigene Bühnen-Produktionen, Tourneen, choreografische Arbeiten und eine langjährige Lehrtätigkeit im Flamencotanz – u. a. im renommierten Düsseldorfer tanzhaus nrw – sowie im Baile gallego bestimmen seitdem ihr Leben als Künstlerin.
2001 gründet Rosa Martinez in Bonn das Tanzstudio La Fragua (die Schmiede), das sich unter ihrer Leitung zu einem bundes­weit bekannten Flamenco-Zentrum entwickelt hat.

Flamenco-Sängerin (Cantaora) Lidia Menéndez / SW-Foto by Boris de Bonn
Cantaora Lidia Menéndez … zoombar

Lidia Menéndez,
aufgewachsen mit Flamenco, fühlt sich seit ihrer Kindheit von dieser traditionsreichen Kunst- und Kulturform angezogen.
Dank ihrer innerlichen Verbundheit zum Flamenco und ihres naturgegebenen Gesangstalents widmet sie sich insbesondere dem Flamenco-Gesang. Sie ist eine begnadete Flamenco-Sängerin, auf die Flamenco-Fachkreise im Laufe der Zeit nach und nach aufmerksam werden. Sehr ausgeprägt ist ihre natürliche Gabe für authentischen Flamenco-Gesang. Ihre Quejios, ihr Timbre: einmalig, unverkennbar und bei Zuhörern stets von bleibender Erinnerung.
Seit vielen Jahren gehört sie zu den etablierten Künstler­innen ihres Fachs und zeigt ihr Können deutschlandweit auf Bühnen.

Flamenco-Gitarrist (Guitarrista) Miguel Sotelo / SW-Foto: © Künstlerarchiv
Guitarrista Miguel Sotelo … zoombar

Miguel Sotelo,
mit Wurzeln in Huelva (Andalusien), ist als interna­tional gefragter Flamenco-Gitarrist weltweit aktiv.
Mit seinem impulsiven, kraftvollen wie einfühlsamen Gitar­renspiel bereichert der Vollblutmusiker jedes Konzert, sei es als Solist, in einem Duo oder in großen Theaterinszenie­rungen. 

Aufgrund seiner individuellen instrumentalen Aus­drucksweise ist er angesehener Begleitgitarrist für Flamenco-Gesang und -Tanz und arbeitet als Ensemblemitglied in Compañías zahlreicher namhafter Flamenco-Größen.
Er arbeitete u. a. mit Antonio Andrade, Rafael Cortés, El To­rombo, Carmen Ledesma, Maria Serrano, Olga Pericet, Joa­quín Ruiz, José Parrondo, Miguel de la Tolea und Ismael Fernández.
Zudem ist er als Studiomusiker und Musikkomponist für eigene Stücke und für Künstler auch anderer Musikgenres tätig.

Flamenco-Gitarrist (Guitarrista) Frannco Carmine / SW-Foto: © Künstlerarchiv
Guitarrista Franco Carmine … zoombar

Franco Carmine
hat seine Leidenschaft für Flamenco zum Beruf gemacht.
Die spanischen Gitarren-Legenden wie etwa Paco Peña, Manolo Sanlúcar und Gerado Nuñez waren seine Lehrer, wie auch Diego del Morao, Chicuelo und der in Deutschland lebende und hier besonders bekannte Flamenco-Gitarrenvirtuose Rafael Cortés.
Er ist ständiger Gast bei bekannten Flamenco-Fes­tivals in Berlin, Dresden, Düsseldorf und Freiburg. Der Gitarrist ist im In- und Ausland tätig, arbeitet für verschiedene Flamenco-Formationen, als Begleitgitarrist für Tanzschulen und als Gitarrenlehrer. Er komponiert eigene Musik­stücke und ist u. a. auch mit den Bläck Föös im Kölner Tanzbrunnen und in der Kölner Philharmonie aufgetreten.

POR FIESTA – Flamenco-Aufführung
… Span. Sommerfest 2023 Tanzstudio La Fragua

Noch vor den Sommerferien stieg im Tanzstudio La Fragua das traditio­nelle spanische Sommerfest mit der neuen Flamenco-Tanzaufführung POR FIESTA.

Titelfoto zur Flamenco-Aufführung „POR FIESTA“ 2023 mit der Flamencotänzerin Rosa Martinez im Tanzstudio La Fragua in Bonn / Color-Foto: © Boris de Bonn
Titelfoto zu POR FIESTA im Tanzstudio La Fragua … zoombar

Termin: 17.06.2023

Flamenco-Aficionadas/os und Spanien-Liebhaber*innen konnten sich freuen: kurz vor den NRW-Sommerferien stand im Bonner Tanzstudio La Fragua wieder das spanische Sommerfest an. Auch die Wetterpro­gnosen standen gut: ein Tag mit blauem Himmel und warmen, fast hochsommerlichen Temperaturen, also beste Voraussetzungen für eine stimmungsvolle spanischen Fiesta. Zur Tradition dieses Events, unter­brochen durch die schreckliche Corona-Pandemie, gehört auch, dass stets eine neue Flamenco-Tanzaufführung auf die Bühne kommt.

Die Aufführung wurde in Blöcken von unterschiedlicher Dauer präsen­tiert. Jeder Auf­führungsteil trug einen eigenen Titel: Den Anfang bil­dete „Feria de Sevilla“, gefolgt von „Fiesta de San Juan“ und der die Aufführung abschließende Teil lautet „Fiesta de Jerez“, in welchem - wie sollte es auch anders sein - der stets für Freude und gute Laune sorgende Flamenco-Palo Bulerías dominierte. Mit einem abschließenden Baile por tangos war der letzte Block vermutlich für viele Zu­schauer der Höhepunkt des Abends, worauf man aufgrund des positi­ven Feedbacks vieler Besucher schließen konnte.

Der Name des Stücks „POR FIESTA“, zu Deutsch „… zur Feier“ oder „… für das Fest“, war also Programm. Denn die spanische Flamenco-Tänzerin und Choreo­grafin Rosa Martinez, die das Stück kreierte, wollte zusammen mit ihren Mitstreiter­innen - denen sie an dieser Stelle noch­mals einen großen Dank ausspricht - vor allem sogn. Palos festeros, also Flamenco-Stile mit fröhlich heiterem und festiven Charakter interpretie­ren, was sie letztlich auch erfolgreich umsetzten. Dem Event-Besucher boten die Tänzerinnen eine farbenfrohe, temperamentvolle Tanzauffüh­rung mit viel positiver Energie, ausgelassener Stimmung und heißen Flamenco-Rhythmen.

Wer nach der langen, tristen Corona-Zeit endlich wieder unbekümmert, gut gelaunt Flamenco hautnah erleben wollte, für den war das diesjäh­rige spanische Sommerfest des Tanzstudio La Fragua genau das Richtige.

Mil gracias a toda la gente presente en este día: ¡ Viva la fiesta, viva el flamenco !

‹ zurück      weiter ›       nach oben